der Bauverwaltung

Ihr Ansprechpartner im Rathaus:


Herr Linke

Tel.: 06002 - 502 38


Bebauungsplan Nr. 14a „Schießhütte II“, 2. Bauabschnitt

Bauleitplanung der Gemeinde Ober-Mörlen, Ortsteil Ober-Mörlen

Bebauungsplan Nr. 14a „Schießhütte II“, 2. Bauabschnitt

Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch (BauGB) 

Die Gemeindevertretung der Gemeinde Ober-Mörlen hat in ihrer Sitzung am 19.02.2019 die Aufstellung des Bebauungsplanes „Schießhütte II“, 2. Bauabschnitt beschlossen. Allgemeines Planziel des Bebauungsplanes ist die Ausweisung eines Allgemeinen Wohngebietes im Sinne § 4 Baunutzungsverordnung (BauNVO) im Anschluss an den südlichen Siedlungsrand von Ober-Mörlen zwischen der Dr.-Werner-Stoll-Straße und der Hasselhecker Straße. Die für das Regenrückhaltebecken und in Vorbereitung für den naturschutzfachlichen Ausgleich festzusetzenden Kompensationsflächen liegen beidseitig der Usa unmittelbar oberhalb der Einmündung des Hainbaches. Die beiden Teile des räumlichen Geltungsbereiches sind nachfolgend abgedruckt. 

Die Aufstellung des Bebauungsplanes erfolgt im zweistufigen Regelverfahren mit Umweltprüfung. 

Der Entwurf des Bebauungsplanes einschließlich zugehöriger Begründung mit Anlagen und allen sonstigen umweltrelevanten Informationen liegt in der Zeit von 

Montag, dem 19.10.2020 bis einschl. Freitag, dem 20.11.2020 

im Rathaus der Gemeinde Ober-Mörlen, Bauverwaltung, Frankfurter Straße 31, 61239 Ober-Mörlen, während der üblichen Dienststunden sowie nach Vereinbarung zu jedermanns Einsicht öffentlich aus. 

In der Anlage zum Entwurf des Bebauungsplanes bzw. seiner Begründung befinden sich folgende verfügbare Arten umweltbezogener Informationen, die mit offengelegt werden: Umweltbericht mit integriertem landschaftspflegerischen Planungsbeitrag, artenschutzrechtliche Fachbeiträge und Verkehrsuntersuchung.

Der Umweltbericht betrachtet insbesondere die umweltrelevanten Schutzgüter:

  • Boden und Wasser: Charakterisierung von Bodentypen und Bodeneigenschaften, Bodenfunktionsbewertung, Hinweis auf die Lage in einem Heilquellenschutzgebiet und auf Maßnahmen zur Minimierung der Eingriffswirkungen für den Bodenschutz. 
  • Klima und Luft: Beschreibung und Bewertung des Plangebietes für das Lokal- bzw. Kleinklima sowie Beschreibung der eingriffsminimierenden Maßnahmen.
  • Biotop- und Nutzungstypen: Bestandsbeschreibung der Biotop- und Nutzungstypen mit Artenlisten sowie Bestands- und Eingriffsbewertung.
  • Biotopschutzrechtliche Belange: Hinweis auf besonders geschützte Streuobstbestände und die geplanten Kompensationsmaßnahmen u.a. durch die Einbeziehung eines weiteren Teilgeltungsbereiches an der Usa oberhalb der Ortslage von Ober-Mörlen.  
  • Artenschutzrechtliche Belange: Beschreibung der Betroffenheit artenschutzrechtlicher Belange aufgrund angetroffener bzw. potenziell vorkommender geschützter Tierarten (insbesondere Vogelarten) sowie Beschreibung möglicher Vermeidungs- und Ausgleichsmaßnahmen.
  • Biologische Vielfalt: Bestimmung der Begrifflichkeit und Bewertung der Bedeutung des Plangebietes für die biologische Vielfalt, Abschätzung der Eingriffswirkungen. 
  • Landschaftsbild: Beschreibung und Bewertung der Auswirkungen der Planung auf das Orts- und Landschaftsbild, Formulierung von Maßnahmen zur Eingriffsminimierung. 
  • Gebiete gemeinschaftlicher Bedeutung, europäische Vogelschutzgebiete und sonstige Schutzgebiete: Betrachtung der Lage zum Plangebiet, Abschätzung der Eingriffswirkung, inklusive einer Natura-2000-Vorprüfung. Feststellung der zu erwartenden positiven Auswirkungen auf das FFH-Gebiet Nr. 5617-303 „Usa zwischen Wernborn und Ober-Mörlen“.  
  • Mensch, Gesundheit und Bevölkerung: Beschreibung und Bewertung der Auswirkungen der Planung auf angrenzende Siedlungsbereiche und die Naherholungsfunktion.
  • Kultur- und sonstige Sachgüter, kulturelles Erbe: Hinweis auf die grundsätzlichen Pflichten beim Auffinden von Bodendenkmälern. 
  • Gebiete zur Erhaltung der bestmöglichen Luftqualität: Feststellung fehlender erheblicher Beeinträchtigung der bestehenden und zu erhaltenden bestmöglichen Luftqualität im Zuge der Planung.
  • Eingriffs- und Ausgleichsplanung (Eingriffsregelung): Feststellung des Biotopwertdefizits nach der Kompensationsverordnung des Landes Hessen 2018 sowie Beschreibung, Bewertung der geplanten Ausgleichsmaßnahmen zur Kompensation.

Hinzu kommen Angaben zu Maßnahmen zur Vermeidung, Verringerung und zum Ausgleich der nachteiligen Auswirkungen der Planung, zur Entwicklung des Umweltzustandes bei Durchführung bzw. Nichtdurchführung der Planung, zu den in Betracht kommenden anderweitigen Planungsmöglichkeiten sowie zur Überwachung der Umweltauswirkungen, die aufgrund des Bauleitplans auftreten können (Monitoring).

Die im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit gem. § 3 Abs. 1 BauGB sowie der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gem. § 4 Abs. 1 BauGB eingegangenen Stellungnahmen enthalten auch umweltbezogene Informationen, angesprochen werden insbesondere das Verkehrskonzept, der Immissionsschutz aufgrund der Nähe zur BAB 5, Belange der Landwirtschaft und des Bodenschutzes. Alle im Rahmen dieser Beteiligungsschritte eingegangenen Stellungnahmen werden mit ausgelegt.

Vor der Einsichtnahme ist aufgrund der aktuellen Corona-Kontaktbeschränkungen zur Einsichtnahme eine telefonische Terminvereinbarung unter der Telefonnummer 06002 / 502-38 oder 06002 / 502-28 erforderlich. Zusätzlich kann der Entwurf des Bebauungsplanes im genannten Zeitraum auch auf der Internetseite der Gemeinde Ober-Mörlen unter www.ober-moerlen.de und dem zentralen Internetportal für die Bauleitplanung Hessen unter https://bauleitplanung.hessen.de/ eingesehen werden. 

Stellungnahmen zum Entwurf des Bebauungsplanes können von jedermann während der Auslegungsfrist schriftlich, per Email an ingo.linke@gemeinde-ober-moerlen.de oder während der üblichen Dienststunden zur Niederschrift unter der genannten Adresse abgegeben werden. Einsichtnahme und Abgabe von Stellungnahmen sind nach telefonischer Terminabsprache auch außerhalb der üblichen Dienststunden möglich. 

Nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen können bei der Beschlussfassung über den Bebauungsplan unberücksichtigt bleiben. Über die Stellungnahmen entscheidet die Gemeindevertretung. 

Es wird darauf hingewiesen, dass ein Planungsbüro mit der Durchführung des Aufstellungsverfahrens betraut wurde. Die Belange der Datenschutzgrundverordnung werden gewahrt.

Ober-Mörlen, den 09.10.2020

Der Gemeindevorstand der Gemeinde Ober-Mörlen

Kristina Paulenz

Bürgermeisterin